Hello!
Da gebe ich dem Präsi recht (was sonst), ein sehr wichtiges, aber leider ein sehr, sehr komplexes Thema. Ich kann euch nur empfehlen sich mit Ernährung im Sport zu befassen, viele Trainingsstunden werden durch falsche Ernährung zunichte gemacht. Die richtige Ernährung hilft auch zur schnelleren Regeneration, hilft die verbrauchten Speicher im Körper wieder herzustellen. Vor allem wenn der Trainingsumfang mit 15 Std pro Woche überschritten wird, sollten Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden um Mangelerscheinungen zu verhindern.
Tips für den Wettkampf aufgrund meiner persönlichen Erfahrung, es bleibt ja noch einwenig Zeit bis St.Pölten um zu testen:
1) Die Trinkmenge solltest du bereits im Lauf- und Rad Training ermitteln, indem du dich vor und nach der Belastung auf die Waage stellst. 85% vom Gewichtsverlust ist Flüssigkeit. Bei mir zb. Radfahren im GA1 bei 20°C ca. 0.6 Liter pro Stunde.
2) Ich schwöre auf Natalie und Ihr Malto- Konzept das Essen im Wettkampf zu trinken, ist doch genial, keine Power Bar Erstickungsanfälle, keine Gels die im Radtrikot picken und das Verhältnis Kohlehydrat zu Flüssigkeit (isotonisch) stimmt auch immer.
Habe das Getränk bevorzugt mit Tee angemischt, um den „faden“ Geschmack vom Maltotextrin zu überdecken.
http://www.x-athlon.de/pdf/maltokonzept.pdf 3) Worauf du jetzt noch unbedingt achten mußt:
Dein Körper benötigt mindest 40g KH pro Std. Fettsäuren verbrennen bekanntlich im Feuer der KH.
Dein Körper (Magen, Darm) kann aber nur maximal 60g pro Std. aufnehmen, wenn es mehr wird kann das zu Verdauungsproblemen führen.
Natalie benötigt zB für Radfahren 0,75 Liter pro Std. und ca. 0,5 beim Laufen.
Umgerechnet heißt das: am Rad pro Std (0,75 Liter x 80g KH) 60g KH und beim Lauf (0,5x80) 40g. Damit sind die vorgegebenen 40 bis 60g KH/Std erfüllt.
Wenn du pro Std. sehr viel trinkst zB 1,5 L, dann kommst du auf 120g KH pro Std., daher mußt du das Getränk verdünnen ( hypoton), um nicht über die 60g KH pro Std. zu kommen.
Ja, das ist die Theorie, ein grober Leitfaden und jetzt mußt du das Beste für dich selbst herausfinden.
Wenn dir die Zeit zum Testen für St.Pölten zu kurz ist würde ich dir, alternativ zum Malto Konzept, Gels empfehlen. Aber unbedingt die Flüssigkeitsangaben beachten. Sonst geht der Schuß sprichwörtlich nach hinten los. Siehe Info dazu auch im Malto- Konzept von Natalie.
Und wenn ich schon am schreiben bin:
Ich lese im Forum immer wieder Kette rechts, Vollgas, volle Bulle etc.
Als Triathleten könnt ihr diese Begriffe aus eurem Wortschatz streichen, das trifft eher auf Bahnfahrer oder 100m Leichtathleten zu.
Vollgas gibt es nicht auf der OD, noch weniger auf 70.3 und schon gar nicht auf der Langstrecke. Vielleicht am DUA Sprint in Aschau 3/9/3.
Vollgas gibt es auch im Training nur zu einem ganz kleinen Prozentsatz, wie denn auch, wenn GA1 schon 70 bis 80% des Gesamtvolumens beträgt.
Was viele noch immer in unserem Sport unterschätzen ist das Ausdauer- Training. Damit trainieren wir nicht nur Herz- Kreislauf und Muskulatur, sondern auch die so wichtige Energiebereitstellung vermehrt durch Fettverbrennung. Nur zur Veranschaulichung, jeder von uns (auch ich mit einem Körperfettwert von 7%) hat genug Fett (Energie) um 10 Marathons hintereinander laufen zu können. Daher ist es enorm wichtig (über Jahre hinweg) im Ausdauerbereich oder Kompensationsbereich zu trainieren, damit der Körper lernt in der Belastung mehr und mehr Fett zu den sehr begrenzten Kohlenhydraten mitzuverbrennen.
Kohlenhydratspeicher reichen für ca. 1,5 bis 2 Stunden, je nach Trainingszustand, dann kommt der berühmte „Hammer“.
Ist natürlich eine sehr einfache Darstellung von mir.
Wer ins „Eingemachte“ gehen will dem empfehle ich das, für uns Laien halbwegs verständliche Buch: Ernährung im Sport von Georg Neumann
Viel Spaß beim Testen der Ernährung im Training.